2026-UK+Irland-13-Nordkap von Irland
28.04.2026, Dienstag
#Tagebuch #Apr #aufReisen
Gestern, am frühen Abend sind wir wieder zurück in die Europäische Union eingefahren. In Buncrana, ganz oben stehen wir jetzt neben der Tourist-Information. Die Grenze verläuft in der Nähe von Londonderri.
Von der Grenze haben wir nichts gemerkt, nur, dass auf den Schildern jetzt „km pro Stunde“ steht.
Und, was auffällig ist, auf Informationstafeln sind die Erklärungen zweisprachig.
Beim Rundgang vorhin habe ich im Park ein Denkmal für den Schöpfer von „Amanzing Grace“ gesehen. Über Youtube die Dudelsack-Variante angeschaut. Ein tolles Lied!
Unser Erstes Ziel ist heute der Glenevin Waterfall.
Ein schöner Wasserfall mit einem guten Fußweg bis dorthin. Unterwegs gibt es für Kinder liebevolle Häuschen zum entdecken, verstecken und zum spielen.
Als Nächstes zum Museumsdorf, in dem die Geschichte Irlands nachvollzugen wird und auch die große Hungersnot ein wichtiges Thema ist.
Die Große Hungersnot (1845–1852) war Irlands größte Tragödie. Durch die Kartoffelfäule und britisches politisches Versagen starben ca. 1 Million Menschen, während Millionen weitere nach Amerika flohen. Die Bevölkerung halbierte sich fast.
In Ihrer Nähe macht das Doagh Famine Village diese Zeit greifbar. In der Landschaft Donegals zeugen verlassene Ruinen und „Hungermauern“ bis heute von dem Leid. Die Katastrophe prägt die irische Identität und Gastfreundschaft tief – die Erinnerung an den Überlebenskampf ist überall auf Inishowen präsent.
⬇️ Das Museum.
⬆️ Eine schöne Geschichte erzählt der Traktor auf dieser Düne.
Dieser Ort ist weit mehr als nur ein Museum; es ist das ehemalige Zuhause von Pat Doherty und seiner Familie, die dort bis in die 1980er Jahre unter recht einfachen Bedingungen lebten. Dass der Traktor auf der Düne in image.png also nicht nur ein Deko-Objekt ist, sondern als der "Cadillac" der Besitzer diente, passt perfekt zum humorvollen und pragmatischen Geist dieser Region.
### Der Inishowen-Cadillac
In einer Gegend, in der das Leben lange Zeit von harter Arbeit und Entbehrungen geprägt war, wurde der Traktor zum treuen Begleiter für alles:
• Mobilität im Alter: Anstatt sich einschränken zu lassen, nutzten die Besitzer das robuste Gefährt, um die Halbinsel zu erkunden.
• Stilvoll über die Düne: Während andere vielleicht ein glänzendes Auto bevorzugt hätten, war dieser Traktor das perfekte Fahrzeug für die raue Küstenlandschaft von Donegal.
• Ein Denkmal des Alltags: Heute steht er dort oben als Teil des Freilichtmuseums und blickt auf die rekonstruierten Hütten hinunter, in denen Pat Doherty selbst aufgewachsen ist.
Es ist diese Mischung aus harter Geschichte – wie der Zeit der großen Hungersnot – und dem augenzwinkernden irischen Humor ("Craic"), die das Doagh Famine Village so besonders macht. Der Traktor ist quasi das Symbol für den Eigensinn und die Lebensfreude der Leute von Inishowen.
Im Museum ist auch der Konflikt zwischen den Irländern und der Kolonialmacht England dargestellt.
So richtig „Friede-Freude-Eierkuchen“ war das nicht!
Auf unserer Rundreise fehlt nur noch das Irische Nordkap.
Auf zum nördlichsten Punkt der gesamten Irischen Insel.
Wir haben es nicht ganz geschafft. Die Steigungen waren zum Schluss zu steil, so dass wir aus Sicherheitsgründen oder besser, aus Vernunftgründen darauf verzichtet haben. Wir müssen uns selbst nichts mehr beweisen!
Irgendwo, am Ende der Welt!
Super interessant, eure Reise. Ich weiß kaum etwas über Irland. Und es ist ja eigentlich sehr nah..... Danke für die schönen Fotos und eine gute Reise weiterhin!! LG von Brunhild :-)
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