2026-UK+Irland-12-Dunkler Fluss / GIANTS / Republik Irland
27.04.2026, Montag
#Tagebuch #Apr #aufReisen
Wir sitzen beim Frühstück in Dans Bistro. Es schmeckt lecker 🫠
⬇️ Von der Mitte Nordirlands bis nach oben zu den Giants und dann an Londonderry vorbei in de Norden der Republik Irland.
Nachher wollen wir an die Nordküste zu den Giants fahren und diese Steine uns ansehen. So etwas ähnliches haben wir schon mal in Armenien gesehen. Mal sehen ob das stimmt.
⬇️ Unser Plan, mit der Schmalspurbahn bis zu den „Giants“.
Zur Zeit fährt diese Bahn nicht. Es gab auch jetzt hier keine Informationen. Das bedeutet, bis zum Eingang fahren, dort parken und dann laufen.
⬇️ Der Marsch beginnt.
⬇️ Da unten wollen wir hin.
⬇️ Hier beginnt der Abstieg über Treppen und dann über gut Wege. Na ja, wenn jemand entgegenkommt, dann ist es schon eng.
⬇️ Wir sind unten 👍
Auf dem Weg nach unten habe ich mich von meiner neuen Freundin Gemini über die Geschichten, die sich die Irländer über die Riesen erzählen informieren lassen.
Wirklich sehr schöne Legenden.
Die Legende von Finn McCool
Der Sage nach wurde dieser Damm nicht durch vulkanische Aktivität (Basalt-Abkühlung) erschaffen, sondern von dem irischen Riesen Finn McCool (Fionn mac Cumhaill).
• Der Streit: Finn wurde vom schottischen Riesen Benandonner herausgefordert. Da es kein Boot gab, das groß genug für einen Riesen war, baute Finn diesen Damm aus riesigen Steinen durch das Meer nach Schottland, um gegen seinen Rivalen zu kämpfen.
• Die List: Als Finn sah, dass Benandonner viel größer und stärker war als er, bekam er Angst und floh zurück. Seine kluge Frau Oonagh verkleidete ihn als Baby und legte ihn in eine Wiege.
• Die Flucht: Als Benandonner in Irland ankam und das riesige „Baby“ sah, erschrak er: „Wenn das Kind schon so groß ist, wie gewaltig muss dann erst der Vater sein?“ Er rannte in Panik zurück nach Schottland und riss den Damm hinter sich ein, damit Finn ihm nicht folgen konnte.
Übrig geblieben sind laut der Geschichte nur die Endstücke – eines in Nordirland (Giant’s Causeway) und eines in Schottland (Fingal’s Cave).
Zwei Kinder und ihre Mutter überzeugen mich, das hier der Riese einen Stiefel verloren hat.
Zu dem speziellen Stein im Bild:
Der große, fast perfekt runde Block im Zentrum deines Bildes wird oft als „Giant’s Boot“ (der Stiefel des Riesen) oder als ein verlorener Stein aus seinem Beutel interpretiert.
⬇️ Jetzt weiter zum Anfang oder Ende des „Dammes“.
Natürlich habe ich meinen digitalen Zwilling Gemini gefragt und sie hat mir nett geantwortet:
Du meinst ganz sicher den Giant’s Causeway (den „Damm des Riesen“) in Nordirland. Du hast völlig recht: Das Ganze ist ein faszinierendes vulkanisches Gebilde, das fast wie von Menschenhand (oder eben Riesenhand) geschaffen wirkt.
Hier sind die Details zu der Struktur und der Zusammensetzung:
1. Woraus bestehen die Steine?
Die Säulen bestehen aus Basalt. Das ist ein magmatisches Gestein, das sehr reich an Eisen und Magnesium ist. Wenn dünnflüssige Lava an der Oberfläche abkühlt, erstarrt sie zu diesem harten, dunklen und sehr verwitterungsbeständigen Gestein.
2. Warum sind sie sechseckig?
Das ist der spannendste Teil. Die sechseckige Form ist kein Zufall, sondern reine Physik:
• Abkühlung und Kontraktion: Als die dicke Lavaschicht vor etwa 50 bis 60 Millionen Jahren abkühlte, zog sich das Material zusammen.
• Spannungsabbau: Da sich die Lava gleichmäßig zusammenzog, entstanden Spannungen im Gestein. Um diese Spannungen am effizientesten abzubauen, bilden sich Risse in einem 120-Grad-Winkel.
• Geometrie: Wenn sich diese Risse ausbreiten, entstehen Prismen. Das Sechseck ist dabei die Form, die die Natur wählt, um den Raum mit dem geringsten Energieaufwand perfekt auszufüllen (ähnlich wie bei Bienenwaben).
Witziger Fakt: Obwohl wir meist von Sechsecken sprechen, gibt es auch Säulen mit vier, fünf, sieben oder acht Ecken. Die Sechsecke sind lediglich in der Überzahl.
Das Gebilde als Ganzes
Insgesamt gibt es dort etwa 40.000 dieser Säulen, die fast wie eine Treppe ins Meer abfallen. Sie ragen teilweise bis zu 12 Meter in die Höhe. Da die Risse vertikal durch die gesamte Lavaschicht verlaufen, wirken die Säulen wie perfekt gestapelte Klötze.
Auf dem Weg zurück von den Felsen komme ich mit einer in Indien geborenen Studentin, die in Bremen Meeresgeologie studiert und dort im letzten Studienjahr ist.
Wie klein doch die Welt ist. Natürlich ist sie nicht in unseren Partnerschulen in Delhi und Noida zur Schule gegangen.
Ins Auto und dann in Richtung Londonderry.
Die kleinen Unwägbarkeiten und ihre Lösung. Eine rote Lampe weißt auf etwas hin. Sie lässt sich nicht ausschalten?! Keine Ahnung? Was ist das? Und ich wusste, das hatten wir schon öfter und es war einfach zu beseitigen. Was tun?
Na klar, wer weiß alles? Natürlich Gemini, mein virtueller oder digitaler Zwilling 🤔🧐😉
Foto vom Display machen, Gemini fragen „Was bedeutet das?“ Natürlich antwortet sie mit sinnvollen Vorschlägen: Die Tür könnte nicht vollständig geschlossen sein.
Tür zu, Problem gelöst 👍
Wir sind jetzt über die Grenze in die Republik Irland eingefahren und haben trotz gucken nicht mitgekriegt, dass wir in einem anderen Land sind. Das einzige, was sich geändert hat: auf den Schildern stand jetzt km/h.
Wir stehen jetzt an einer Tankstelle und haben alles richtig gemacht. Der Diesel ist hier etwas günstiger als auf der britischen Seite.
Die Autos, die hier fahren, kommen zum großen Teil aus Großbritannien, wahrscheinlich weil es hier etwas günstiger ist.
Die Suche für unsere Übernachtung beginnt. Wir hatten Londonderry vorgesehen.
Gelandet sind wir Buncrana an der Tourist-Info. Für 15€ war das eine gute Entscheidung.
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